Danke an alle Demo-Teilnehmer!

DSCN2265aVielen Dank für die Unterstützung an alle Teilnehmer der Fahrraddemo „Gegen Verdrängung, Spekulation mit Wohnraum und Zerstörung der Stadtnatur“ am Nikolaustag. Wir freuen uns auf noch mehr Unterstützer bei den nächsten Terminen.

Mittwoch, 10.12.2014, 17 Uhr
Ausschuss für Stadtentwicklung im Rathaus Schöneberg (Casino)

Mittwoch, 17.12.2014, 17 Uhr
Bezirksverordnetenversammlung (BVV) im Rathaus Schöneberg mit Bürgeranfrage;
Treffen zur Aktion vor dem Rathaus voraussichtlich um 16 Uhr

4 Gedanken zu „Danke an alle Demo-Teilnehmer!

  1. Ich halte die Aufregung für Unsinn!

    Also die alten Fenster müssen wirklich raus. Die sind zwar nicht kaputt aber die bauartbedingte Kondensation zwischen den Scheiben ist heftig. Und auch eine Abluftanlage macht Sinn, weil Fensterlüfter in den Rahmen eigentlich Murks sind. Das pfeift und zieht dann bei Wind und funktioniert nicht richtig. Ich vermute, die Abluft wird durch die Schornsteine geführt werden, das bleibt dann auch schön leise.

    Neue Wohnungen durch Aufstockung / Dachausbau zu bauen macht auch Sinn. Wohnungen fehlen und ohne Neubau ändert sich das nicht. Und ein Fahrstuhl ist für ältere Menschen auch super. Und natürlich ist die Fassade fällig. Aus technischer Sicht, ist die Fassade eigentlich in Ordnung aber Heizöl wird nicht billiger. Und wenn wegen der Aufstockung sowieso ein Gerüst dran steht, macht man die Sache doch gleich mit. Denn modere Brennwert Technik Heizkessel brauchen flache Heizkurven, weil sonst der Rücklauf von den Radiatoren zu warm ist. In den neuen Wohnung werden wohl Fußbodenheizungen sein aber wenn (aus Kostengründen) in den alten Wohnungen die alten Radiatoren drin bleiben sollen, müssen die mit der Vorlauftemperatur runter und das geht nur über eine vernünftige Wärmedämmung. Daran führt definitiv kein Weg vorbei. Wärmebedarf und Kessel müssen perfekt zusammenpassen. Sonst loht sich das nicht und bringt zu wenig an Einsparung.

    Mit anderen Worten:

    Die ganze Baumaßnahme macht nur im Stück Sinn. Und da die Grünflächen nach dieser notwendigen und sinnvollen Bauorgie, völlig ruiniert seien werden, muss man da auch ran. Das ist Gott sei Dank nicht sehr teuer und wird dann auch richtig hübsch. Das werden die Mieter lieben.

    Und da die Ausgangsmieten sehr gering sind, halte ich Mehrkosten von 3-4 Euro pro m2 auch für vertretbar. Außerdem müssen da auch noch Küchen und Bäder saniert werden. Die alten Eisenleitungen müssen komplett raus. Die Bauarbeiten werden für die Mieter heftig werden aber die Häuser sind 54 Jahre alt. Der Baulärm und Dreck wird gewaltig werden aber ohne Lärm und Dreck gibt es auch keine neuen und/ oder sanierten Wohnungen.

    Übrigens ist die Sache auch aus rechtlicher Sicht in Ordnung. Insbesondere die Rechtsmeinungen des Berliner Mietervereins haben gelegentlich gar keine Stütze im Gesetz. Am Schlimmsten ist Herr Hegemann! Das Recht gilt aber auch für einen Richter, die Eigentümer werden sich also wohl zu Recht durchsetzen. Und auch die BVV und die Bauaufsicht sind an das Gesetz gebunden. Und das ist auch gut so!

    1. Hallo Herr Paul,

      leider sind noch viele Dinge ungeklärt, weswegen es auch zahlreiche Missverständnisse gibt, auch bei Ihrer Einschätzung. Vielleicht können wir die ja mal persönlich bei einer Mieterversammlung klären. Hier nur ein paar ausgewählte Punkte:

      Den Mietern liegt ja bisher nur die Ankündigung für Fenstertausch und Lüftungseinbau vor, kein Gesamtkonzept. Die Abluft wird beispielsweise nicht „durch die Schornsteine geführt“, sondern es soll Lüftungslöcher in Bad und Küche geben, soweit wir wissen. Und auch die neuen dreifachverglasten Fenster sollen jeweils eine Zwangslüftung haben.

      Neuer Wohnraum durch Aufstockung? Klar, super, aber bitte bezahlbar. Sieht auf den Plänen allerdings nicht danach aus. Fahrstuhl? Ja, mag für den einen oder anderen sinnvoll oder gewünscht sein. Aber alle (!) müssen dafür zahlen, auch diejenigen, die ihn nicht brauchen/wollen… Für die Aufstockung dürfte gar kein Gerüst nötig sein. Zur geplanten Dämmung gibt es womöglich deutlich wirtschaftlichere Alternativen.

      Heizkessel ist ein gutes Stichwort. Da soll offenbar so gut wie gar nichts passieren, noch nicht mal ein hydraulischer Abgleich, um die Einstellungen nach der energetischen Sanierung zu optimieren.

      Die Ausgangsmieten sind „sehr gering“? Zum Teil zahlen die Mieter schon jetzt fast 8 Euro/qm (kalt). 3 bis 4 Euro mehr bedeuten bei 70 qm satte 210 bis 280 Euro mehr pro Monat, im teuersten Fall wären das dann 11 bis 12 Euro/qm Kaltmiete!

      Und „aus rechtlicher Sicht“ sind die Pläne alle „in Ordnung“? Dann wissen Sie mehr als wir – und auch mehr als das Bezirksamt, das den Bauantrag noch immer prüft und offenbar zahlreiche Bedenken hat…

      Viele Grüße

  2. Nö.

    Erstmal sehen, was der Architekt da gemacht hat. Vorher macht das doch keinen Sinn. Die müssen die Stränge zum Dach durchführen. Und das geht eigentlich nur gut durch die Schornsteine.

    Und einen hydraulischen Abgleich, kann man erst machen, wenn die fertig sind. Da muss man durchrechen, wie der Wärmebedarf dann wirklich ist. Vorher ist das Schwachsinn. Und wenn da Fensterlüfter dran sind, ist das ja nett. Aber die werden noch was Anderes machen, weil die Dinger oft nicht einhalten, was versprochen wird.

    Aber ohne die Pläne des Architekten ist eine Debatte darüber sinnfrei. Da hat jemand sehr lange nachgedacht und durchgerechnet, was Sinn macht und was nicht. Das muss man sich erstmal in Ruhe ansehen. Auch sind thermisch getrennte Balkone nicht so teuer. Aber das muss man konkret sehen. Ohne konkrete Baupläne gibt es keine sinnvolle Debatte. Wie soll das gehen?

    Die Bausubstanz ist im Übrigen grundsolide. So richtig feucht ist da nix. Und wenn, dann gräbt man halt an. So teuer ist das nun auch nicht.

    Bei den Häuern ist halt eine totale Sanierung angesagt. Für die Mieter wird das ein Alptraum. Die brauchen ja auch neue Wasserstränge bis zum Dach. Das wird richtig übel, geht aber nicht anders.

    Diese Wohngebäude wurden über ein halbes Jahrhundert genutzt. Da gehen nun ein paar Millionen für Instandhaltung, Neubau und Modernisierung drauf. Das ist normal.

    Und wenn die Wohnungsgröße nicht zu groß ist, gibt es ja auch Wohngeld und Sozialklauseln. Die Sache wird natürlich nicht ganz billig werden aber danach ist es ja auch richtig nett und für das nächste halbe Jahrhundert wieder zeitgemäß.

    Ich sehe das Problem weiterhin nicht. Dachausbau ohne Gerüst, also nur durch den Hausflur und nur mit einem Kran sehe ich realistisch auch nicht. Hilfe! Wie soll das gehen? Und die Wärmeabstrahlung des Baukörpers lässt sich ohne Dämmung auch nicht verändern. Das ist reine Physik.

    Also ich habe in meinem Leben schon sehr viel gebaut. Und wenn das Vernünftig und haltbar werden soll und anständige Löhne gezahlt werden, wird das nicht ganz billig.

  3. Hallo Andreas Paul,

    es ist spannend und äußerst amüsant, Ihren Beitrag zu lesen. Wen vertreten Sie eigentlich? Beantwortet haben Sie das schon zwischen den Zeilen.
    Nicht jeder Bewohner verfügt über Ihr Einkommen, dass Sie so leichtherzig über die Vertretbarkeit von fremden Mieten schwadronieren können. Ich möchte, dass Alleinerziehende und Rentner in der Wohnanlage weiterhin leben können. Denn diese leisten auch Ihren Beitrag zu unserer Gesellschaft.

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